top of page

GESCHICHTE DES TEMPELS

Geschichte

In den 1990er-Jahren wurde im Kanton Zürich eine interreligiöse Gesellschaft gegründet, um die Schaffung eines Zentrums zur spirituellen und kulturellen Betreuung der tamilischen Bevölkerung in der Schweiz zu unterstützen und die shaivitisch-tamilische Kultur der rund 35.000 (davon etwa 20.000 im Kanton Zürich) Tamil:innen sri-lankischer Herkunft in der Schweiz zu bewahren und zu pflegen. So wurde der Sri Sivasubramaniar Tempel in Adliswil im Jahr 1994 als gemeinnützige Stiftung gegründet.

Während etwa 5.000 indische Hindus in der Schweiz ihre eigenen Kulturvereine gründeten – aber keinen Tempel –, eröffneten die tamilischen Shaiviten seit den 1990er-Jahren insgesamt 19 Gebetshäuser. Da die Räumlichkeiten in Adliswil zu klein wurden, entschied sich die Gemeinschaft, zusätzlich nach Dürnten umzuziehen.

Die Eröffnungszeremonie war auf den 27. Januar 2010 angesetzt, obwohl die kantonale Bewilligung des Kantons Zürich zu diesem Zeitpunkt noch ausstand. Der Priester des Tempels, Kurukkal, erklärte in einem Interview, dass laut dem hinduistischen Horoskop der Tempel im Januar eröffnet werden musste. Da sich das Gebäude an einer Kantonsstraße befindet, war zusätzlich zur kommunalen Genehmigung auch eine kantonale Bewilligung notwendig, was die Gemeinde Dürnten jedoch rechtlich daran hinderte, eine formelle Baugenehmigung zu erteilen.

Der Gemeinderat von Dürnten unterstützte jedoch die Pläne für den Tempel. Als Zeichen seines guten Willens gegenüber der tamilischen Gemeinschaft nahm der Gemeindepräsident im November 2009 an einer rituellen Puja im Rahmen der Grundsteinlegung teil.

Initiiert wurde der Bau vom Verein der Sri Vishnu Thurkkai Amman Gemeinschaft, bestehend aus Schweizer Tamil:innen. Neben mehreren lokalen Handwerkern arbeiteten auch acht Männer aus Südindien aktiv am Bau des Tempels mit.

Tempelgebäude

Der Tempel befindet sich in einem bereits bestehenden Lagergebäude, das mit Fußbodenheizung, neuen Abwasserleitungen und einer modernen Küche nachgerüstet wurde. Der Hauptaltar steht in der Mitte des größten Raumes.

Mehrere Löwen, die Reittiere der shaivitischen Göttin Durga (oder Thurkkai), thronen auf der Kuppel über dem geschmückten Portal. Ebenso wurden die farbenfrohen Altäre mit kleinen Türmchen und die Götterfiguren, die an den Wänden des Raumes errichtet wurden, aus Indien verschifft.

Der Tempel befindet sich an der Edikerstrasse 24, 8635 Dürnten.

Kulturell-religiöses Leben

Der Umzug vom Sihltal nach Dürnten war ideal – unter anderem, weil sich das Gebäude ebenfalls in einem Tal und an einem Bach befindet. Für das Tempelfest hat das fließende Wasser eine besondere spirituelle Bedeutung.

Jeden Freitagabend besuchen zwischen 100 und 150 Personen die Pooja, an anderen Wochentagen sind es etwa 10 bis 20 Personen.
Es finden sechs Gebetszeiten täglich statt.

In der Regel wird im Juli ein zehntägiges Tempelfest zu Ehren der hinduistischen Göttin Durga gefeiert, das rund 4.000 Besucher:innen anzieht.

464752473_8686098721442587_3171125469924
  • Whatsapp
  • Facebook
  • Instagram
  • YouTube

Sri Vishnu Thurkkai

Amman Tempel

Edikerstrasse 24, 8635 Dürnten, Schweiz

Tel. : 0041 76 584 46 47

Tel. : 0041 76 587 80 44

bottom of page